Schwitzbehandlung

ZWECK:

Verminderung von Schwitzen im Bereich der Achseln, der Hände oder der Füsse.

IN KÜRZE:

Material: Botulinum Toxin Typ A (umgangssprachlich oft Botox genannt)

Dauer: 45 min

Anästhesie: Lokale starke Anästhesiecreme

Kosten: 700 CHF pro Regionen-Paar (Achseln, Hände oder Füsse)

Nachkontrolle: nach 2 - 4 Wochen

Ursache vermehrten Schwitzens:

Vermehrtes Schwitzen (medizinisch Hyperhidrose genannt) tritt vornehmlich im Bereich der Achseln, der Hände und der Fusssohlen auf. Die Ursache ist entweder ein angeboren vermehrtes Auftreten von Schweissdrüsen in diesen Bereichen, oder eine vermehrte Reizung durch das vegetative Nervensystem. Beide Ursachen können passager durch die Gabe von Botulinum Toxin Typ A suffizient behandelt werden. Der Schweiss tritt gleichermassen bei Männern und Frauen auf. Ein hormoneller und damit zum Teil periodischer Faktor wird weiterhin diskutiert. Ein interindividuell unterschiedlicher Leidensdruck wird beobachtet; was der eine noch als normal empfindet, ist für den anderen schon unangenehm.

Der Schweiss selbst ist steril und geruchsneutral. Normal vorkommende Hautbakterien wandeln den Schweiss jedoch um und führen zu der zum Teil sehr unangenehmen Geruchsentwicklung.

Die Schwitzbehandlung kann die Schweissmenge und die unangenehme Geruchsempfindung deutlich reduzieren und damit zu einer zum Teil deutlichen Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Behandlung:

Nach Desinfektion und lokaler Anästhesie mittels Anästhesiecreme, wird Botulinum Toxin Typ A (auch Botox genannt) schachbrettartig mit feinsten Nädelchen als Quaddeln sanft in die Haut eingespritzt. Es verteilt sich gleichmässig und diffundiert zu den Schweissdrüsen der Region.

Wie wirkt Botulinum Toxin Typ A (auch Botox genannt) gegen Hyperhidrose?
Das Botulinum Toxin Typ A hemmt die Übertragung des Nervenreizes in der neuromuskulären Endplatte. Dies bedeutet, dass das elektrische Signal der Nervensynapse nicht mehr zu der feinen Muskulatur der Schweissdrüsen übertragen wird, und die Muskelfasern an den Ausführungsgängen sich nicht mehr zusammenziehen können. Der Schweiss kann folglich nicht mehr ausgepresst werden. Die Schweissdrüsen geht bei Nichtgebrauch nach längerer Zeit unter und werden auf natürlichem Wege abgebaut.

Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Die Wirkung des Botulinum-Toxin Typ A setzt medikamentenbedingt verzögert nach 3 bis 10 Tagen ein. Das Wirkmaximum ist nach ca. 4 Wochen erreicht und hält 3 bis 5 Monate an. Durch Nichtgebrauch gehen einige der Schweissdrüsen zugrunde. Ein Wiederholen der Behandlung wird empfohlen.

Schmerzen:

Die Behandlung der Achselregion mit feinsten Nädelchen und intrakutanen Quaddeln ist nahezu schmerzlos. Hand- und Fussflächen haben mehr Nervenzellen pro cm2 und sind somit empfindlicher. Viele Patienten empfinden die Behandlung dennoch als unproblematisch und sind sehr zufrieden mit dem Resultat.

Risiko:

Da der Behandlungsort oberflächlich in der Haut liegt, ist die Behandlung nahezu risikolos. Das Medikament selber wird rückstandslos nach 3 bis 5 Monaten abgebaut.

Nachkontrolle:

Nach 4 Wochen zum Zeitpunkt der maximalen Wirkung des Botulinum Toxin Typ A empfiehlt sich die Nachkontrolle

Nachbehandlung:

Eine Wiederholung der Behandlung nach 3 bis 5 Monaten wird empfohlen, da nach mehreren Folgebehandlungen die Anzahl der Schweissdrüsen merklich abgenommen hat, und man dann auch ohne weitere Behandlung langfristig weniger schwitzt. Bei einigen Patienten genügt auch lediglich eine Behandlung im Jahr, am besten 2-4 Wochen vor dem Urlaub im Warmen oder im Frühling.

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